just do it (anyway)

English version below

Wie oft höre ich mich gedanklich sagen: heute nicht. Mir ist jetzt nicht danach. Morgen ist auch noch ein Tag. Oder übermorgen. Auf jeden Fall: später!!

Sicher kennst du das auch. Diese leise fiese Stimme, die dir ins Ohr flüstert: lass es einfach sein. Diese Stimme, die immer eine Entschuldigung findet, warum du gerade heute besser nichts kreatives, nichts für dich, tun solltest.

Ich teile darum heute die Liste meines inneren Widerstandes, um dir zu helfen, deine zu überwinden!!

Let´s go:

Statt mein eigenes Ding zu machen, versuche ich es mit meiner Kunst anderen Recht zu machen

Ja, das war früher oft ein Problem für mich. Ich habe es soo oft anderen Recht gemacht, dass ich mich selbst dabei fast verloren hätte.

Und in Punkto Kunst, dachte ich immer, ich müsste so sein wie andere schon sind.

Aber das hat mich einfach nicht zufrieden gemacht. So gar nicht.

Mein Gefühl war nicht dabei. Es war nicht “meins”.

Mittlerweile reduziere ich meinen Konsum gerade bei Social Media sehr konsequent und suche meine Inspirationen eher woanders. Zum Beispiel indem ich zum Beispiel Paare lieber im Alltag beobachte oder mir auf Social Media bewusst die Bilder ganz anderer Branchen ansehe (ich lieeebee Streetfotografie).

Außerdem versuche ich heute nicht mehr ein Bild zu zeigen, was ich vielleicht schon hundert Mal woanders gesehen habe, sondern vielmehr ein Gefühl zu erzeugen. Meine Fotografie soll Liebe zeigen. Eine Verbindung. Mit sich und seinen Liebsten. Meine Fotografie soll natürlich sein. Sie soll pur sein. Und: Ich mag es ein bisschen artsy.

Ich finde jede erdenkliche Entschuldigung, warum ich dies oder jenes gerade nicht tun kann:

Ich muss noch den Haushalt erledigen. Die Wäsche macht sich nicht von allein. Die Kinder brauchen vielleicht noch Hilfe bei den Hausaufgaben. Der Hund muss raus. Der Einkauf muss noch erledigt werden. Ist nicht bald Essenszeit?? Ich hab doch auch noch einen “echten Job”; wann bitte soll ich denn das noch machen??

Das ist jeden Tag ein großer Balanceakt: und zugegeben, es ist oft alles andere als leicht. Und auch wenn meine Familie absolute Priorität hat, kann sie gleichermaßen nicht als Entschuldigung dafür dienen, dass ich meine eigene Kreativität vernachlässige. Also versuche ich es oft zu kombinieren. Das klappt mal mehr und mal weniger gut, denn leider grätscht mir dieser Punkt besonders gern dazwischen:

Unsicherheit:

Ich bin nicht gut genug. Alle anderen sind viel, viel besser. Why bother?! Ist doch eh egal. Was denke ich eigentlich, wer ich bin?!

Hinter all dem liegt die

Angst:

Angst ist sehr vielfältig. Ich habe Angst zu versagen. Ich habe Angst davor, etwas gut zu machen. Ich habe Angst vor Kritik. Ich habe Angst davor, dass alle Welt erkennt, dass ich eine Heuchlerin bin und im Grunde keine Ahnung habe, von dem was ich da tue. Ich könnte stundenlang so weitermachen. Angst, etwas falsch zu machen. Angst vor Ablehnung. Angst davor, all dem nicht gerecht zu werden.

Aber:

If your dreams don´t scare you – they are not big enough.

Alle diese Dinge haben eins gemeinsam: wenn man sich ihnen bewusst wird, ist es leichter dagegen zu steuern. Denn Fakt ist auch, dass die Welt aus Polaritäten besteht: ohne “gut”, kein “böse”. Ohne “Tag” keine “Nacht” und ich denke einfach, dass es gesund ist, mit ein bisschen Demut in die Kunst zu gehen und sich auszuprobieren. Statt es großartig machen zu wollen, es einfach auszuprobieren. Sich erlauben zu spielen. Sich erlauben, richtig mies zu sein. Und den Druck raus nehmen!!

Genau dafür ist hier dieser Ort. Um mich ausprobieren. Zu spielen. Mir erlauben “verrückt” zu sein. Fehler zu machen. Und weiter zu machen:

https://www.instagram.com/taniischka.a/

english version:

How often do I hear myself saying: not today.

I don’t feel like it now.

Tomorrow is another day.

Or the day after. In any case: later!
I’m sure you know what it’s like..

This quiet nasty voice whispering in your ear: just let it go. That voice that always finds an excuse why you better do nothing creative at all.

So today I share my list of inner resistance to help you overcome yours!

Instead of doing my own thing, I try to please others with my art

Yeah, that used to be a problem for me a lot over the past years. I often did right by others that I almost lost myself in the process.

And when it came to art, I always thought I had to be someone else. Anyone. NOT myself! 

As the results had nothing to do with me or something that I could identify with. Not at all.

My feeling wasn’t there. It wasn’t “my art”.

Meanwhile I reduce my consumption especially in social media very consequently and rather look for my inspirations somewhere else.

For example by watching couples in their everyday life or by consciously looking at the pictures of completely different industries on social media – I love, looooveeee street photography).

Furthermore, now I don’t try to show a picture that I have seen before, but rather want to create a feeling. My photography should show love. A connection. With yourself and your loved ones. My photography should be natural. It should be pure. And I like it a little artsy.

I find every possible excuse why I cannot do this or that right now:

I still have to do the housework. The laundry won’t do itself. The kids still need help with their homework! The dog has to go out. Shopping still has to be done. Isn’t it time for dinner soon? I’ve got a “real job” too; when should I do it??

This is a great balancing act every day: and to be honest, it is often anything but easy. And even if my family has absolute priority, it can’t be used as an excuse for me to neglect my own creativity. So I often try to combine it. This works out more or less well because unfortunately, this point is something I like to get in the middle of:

Uncertainty:

I’m not good enough. Everyone else is way much better. Why bother?! Doesn’t matter anyway. Who the hell do I think I am?!

Behind all this:

Fear

Fear is very hard to get. I’m afraid to fail. I’m afraid of being actually good. I’m afraid of criticism. I’m afraid that the whole world will realize that I’m a hypocrite and basically have no idea of what I’m doing. I could go on like this for hours. Afraid of doing something wrong. Fear of distraction. Fear of not doing enough get things right.

But:

If your dreams don´t scare you – they are not big enough.

All these things have one thing in common: if you become aware of them, it is easier to steer against them. Because it is also a fact that the world is made of polarities: without “good”, no “bad”. Without “day” there is no “night” and I just think it’s healthy to go into art with a little humility and try yourself out. Instead of wanting to do it great, just try to do anyhing at all. Allowing yourself to play. Allowing yourself to really suck at it. And – come on! – take the pressure off!

This is exactly what this place is for. To try. To play. To allow myself to be “crazy.” To make mistakes. And to keep going!!

Love, Esther

4 Comments to “just do it (anyway)”

  1. Andres

    Hey Esther,

    dass sind so warme und wahre Worte. Mir geht es mit der Angst und dem Versagergefühl genauso. Ich funktioniere nur aber dass sehr gut. Ich bewundere dich für diese Offenheit. Ich wünschte ich würde auch so offen und selbstbewusst sein.
    Mach weiter und deine Bilder sind ein Traum und Inspiration zu gleich.

    Ich schaue sie mir gerne weiterhin an.
    Auf bald und bleib gesund

    Lg Sandra

    Reply
    1. est_her Author

      Danke, Sandra! Deine Worte berühren mich gerade sehr.
      Ich wünsche dir, dass du nicht nur funktionierst, sondern die Kraft erkennst, die in dir steckt. Du bist so viel mehr!! <3

      Reply

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