stop doing – start being

** English below **

In mir tobt ein Sturm. Und gleichzeitig eine erdrückend schwere Leere.
Ich will alles. Jetzt. Und schaffe nichts.
Große und kleine Ideen streiten sich mit meiner kostbaren Zeit und am Ende passiert nichts.
Oder auf jeden Fall viel, viel, viel! zu wenig!

Der Antrieb fehlt, ich fühle mich wie gelähmt und gleichzeitig wie getrieben.
Es gibt eine Million Dinge, die erledigt werden müssen, sollen, wollen! und während sich die Prioritäten in mir die Köpfe einschlagen, lasse ich mich ablenken und sämtliche Produktivität erstickt im Keim.

Befriedigend ist das nicht.
Verpflichtungen sind maximal das, was erledigt wird.

Die Unzufriedenheit wächst ins unerträgliche.

Ja:
“Unsere unausgedrückten Ideen, Meinungen, Talente verschwinden nicht einfach so” – Brene Brown

Ich lasse also im hier und jetzt meine Gedanken treiben und hoffe auf die Eingebung, die mich an diesen verheißungsvollen Ort der Kreativität und Produktivität bringt. Dort, wo die Erleuchtung alles in gleißendes Licht taucht. Dort, wo die Ideen nur so sprudeln und sich wie von selbst erschaffen. Lösungen an Bäumen baumeln. Dort, wo alles irgendwie leicht erscheint.

Ja.. ich weiß, dass meine Kunst vielmehr aus täglichen Routinen besteht und weniger aus Küssen einer hübschen Muse (männlich, weiblich, egal).

Wie schön wäre es, wenn alles einfach leicht wäre..

Vielleicht muss ich auch nur zurück zu meinem Plan?

Ich meine.. ich kenne doch ganz genau meine hochgesteckten Ziele, kostenbaren Wünsche und Träume.
Ich weiß zu 100% was mich antreibt, wer ich bin und was ich mit meiner kostenbaren Zeit tun möchte und tun muss, um glücklich zu sein.
Ich kenne all meine “warum”.
Ich bin mir vollkommen darüber klar, was mich ausmacht.

Und meistens bewege ich mich auch in klitzekleinen Mikroschritten darauf zu..

Doch dann passiert es wieder. In mir tobt dieser Sturm, der mich (ver)zweifeln lässt.

Wie durchbreche ich also diese Resistenz?
Die, die immer da ist.
Die, die mich selbst sabotiert.
ablenkt.
voller Überheblichkeit und unerbittliches Misstrauen steckt.

Der Weg dorthin (der Plan!! Und das Handeln) ist wunderschön und will genossen werden.
Ich meine: Das Leben ist wunderschön und will gelebt werden, nicht wahr?

Ich liebe es so, so sehr kreativ zu sein und ich liebe mein Leben …
Also versuche ich mich zu entspannen.

Fakt ist (und bleibt): mit Druck und Kontrolle habe ich bisher noch nie irgendetwas erreicht.

Fakt ist leider auch, dass Geduld noch nie, niemals meine Stärke war.

Diese Ungeduld ist ein mieser Berater. Ich fühle mich gestresst. Unter Druck. Ich will alles gleichzeitig machen. Perfekt sein.

Ich muss mir erlauben, dass es leicht ist und üben, den verfluchten Perfektionismus in mir zu überwinden. Mir selbst den Raum geben, Fehler zu machen. Kleine Schritte gehen, auch wenn es noch so verrückt ist.

Der Weg ist das Ziel.

Ich fand den Spruch schon immer doof.
Ich will doch ans Ziel und nicht “auf dem Weg sein”… verdammt!!

Doch.
Genau um diesen Weg geht es aber.

Es geht darum, dass man lernt den Prozess zu lieben, inklusiver alle Hochs und alle Tiefs.
Und mehr noch: Ich muss anerkennen, dass ich andere Routinen brauche. Ich muss anerkennen, dass ich zum Beispiel echte Ruhe brauche, um aufzutanken. Und dass ich genug bin, wenn ich ewig mit Paula durch den Wald laufe, damit mein Kopf wieder klar wird. Ich darf Musik hören und ein Buch lesen, damit ich Kraft tanke für diesen, meinen Weg. Ich kann einfach dasitzen und Löcher in die Wand gucken. Einfach so. Für andere mag dies überflüssig sein. Für mich sind genau diese Dinge lebensnotwendig.

So wichtig:
“stop doing. start being.”

Und ganz vielleicht geht es genau darum: wenn ich mich entspanne, mich so annehme, wie ich bin und die Dinge tue, die ich brauche, kann ich einfach ich selbst sein. Und wenn ich mich entspanne und ganz ich selbst bin, finde ich wieder die Kraft, um weitere kleine Schritte zu gehen. Kleine Schritte sind viel besser als keine Schritte.

Alles eine Frage der Bewertung?

“what is wrong is always available. so is, what is right”

*****

There is a raging storm inside of me. And at the same time heavy emptiness.
I want everything. Now. And create nothing.
Big and small ideas argue with my precious time and in the end, nothing happens.
Or way! too little!

Motivation is missing, I feel paralyzed and at the same time driven as hell.
There are a million things need to be done, should be done, want! to be done and while my priorities are beating themselves up, I let myself be distracted and all productivity is gone to nowhere.

Not satisfying.
Obligations are at most what is done.
Dissatisfaction grows intolerable.

Yes:
“Our unexpressed ideas, opinions, talents don’t just disappear” – Brene Brown

So, I let my thoughts drift in the here and now and hope for the inspiration that brings me to this promising place of creativity and productivity. Where enlightenment bathes everything in a glowing light. There, where the ideas just bubble up and create themselves. Solutions dangle from trees. Where everything somehow seems so easy.

Yes… I know that my art consists of daily routines rather than kissing a pretty muse (male, female, doesn´t matter).

How nice it would be if everything was just easy…

Maybe I just must go back stick to my plan?

I mean… I know exactly my ambitious goals, wishes and dreams.
I know 100% what drives me, who I am and what I want and need to do with my precious time to be happy.
I know all my “why”.
I am completely clear about what makes me tick.

And mostly I move towards all of this in tiny micro steps…
But then it happens again. In me this storm rages, which makes me doubt.

So how do I break through this resistance?
The one that´s always there.
The one that sabotages me.
distract.
full of arrogance and relentless mistrust.

The way towards (the plan!! And the action) is beautiful and wants to be enjoyed.
I mean: Life is beautiful and wants to be lived, doesn’t it?

I love it so much to be so creative and I love my life …
So I try to relax.

Fact is (and remains): with pressure and control, I have never achieved anything.

Unfortunately, it is also a fact that patience has never, ever been any of my strength.

This impatience is a bad consultant. I feel stressed. Under pressure. I want to do everything at once. To be perfect.

I must allow myself that it is easy and practice to overcome the f** perfectionism in me. Giving myself the space to make mistakes. Taking small steps, no matter how crazy it is.

The path is the goal.

I always found the saying stupid.
I want to reach my goal and not “be on the way”… damn it!

But.
This path and it´s wonderful view is what it is all about.

It is about learning to love the process, including all highs and all lows.
And even more: I must acknowledge that I need other routines. I must admit that I need real peace to recharge my batteries, for example. And that I am enough when I walk through the forest with Paula forever to clear my head again. I must listen to music and read a book so that I can recharge my batteries for this, my very own way. I can just sit there and stare holes in the wall. Just like that. For others, this may be redundant. For me exactly these things are necessary.

And maybe that’s what it’s all about when I relax, accept myself as I am and do the things I need, I can just be myself. And when I relax and be myself, I find the strength again to go further small steps. Small steps are much better than no steps.

So important:
“stop doing. start being.”

Everything a question of evaluation?
I guess.

“what´s wrong is always available. so is, what´s right”

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